Halfterführigkeit und Anreiten - Vom Wildpferd zum Reitpferd
Hallöchen Kristin,
vielen herzlichen Dank für Deine Hilfe bei unserem Falli. Du has aus dem "Wildpferd" Falladar ein freundliches, neugieriges und vertrauensvolles Familienmitglied werden lassen.
Hier mein Bericht, damit jeder nachvollziehen kann, wie Du Falli verändert hast.
Als wir Falli im Frühjahr 2004 kauften, fanden wir einen
verwahrlosten, verwilderten und misstrauischen Hengst vor.
Nachdem der Deal mit dem Vorbesitzer
komplett war, galt es das Pferd auf unseren Hof zu bekommen. Leichter
gesagt als getan. Denn Falladar stand zusammen mit einem weiteren
Ponyhengst in einem dunklen Verschlag. Zwar trug er inzwischen ein
Halter, trotzdem ließ er niemanden an sich heran.
Er ließ sich weder ein
Halfter anlegen noch führen.
Durch einen Bekannte erfuhr ich von Kristin Zeller. Er meinte: "Ruf sie an, die macht das schon." ...
Kristin gewann mit ihrer ruhigen und gewaltfreien Methode schnell sein Vertrauen. Innerhalb von einer Stunde ließ Falladar sich von ihr überall hin führen. Ich hätte es nie für möglich gehalten, doch er folgte ihr vertrauensvoll, ohne sie anzugreifen und ohne verrückt zu spielen. So brachte sie ihn zu uns auf den Hof.
Nach einigen Wochen der Eingewöhnung sollte es mit der Arbeit beginnen. Wir
baten Kristin uns beim Einreiten zu unterstützen, da wir von ihren
Erfahrungen und vor allem ihrem gewaltfreien Vorgehen überzeugt waren.
Wir hatten außerdem den Eindruck, dass Falladar gern mit ihr kooperierte
und lernbegierig war. Zu keiner Zeit wirkte er im Laufe des Trainings
gestresst, verängstigt oder verstört. Im Gegenteil, er schien neugierig
stets darauf erpicht zu sein etwas Neues zu lernen. Kam Kristin einige Tage
nicht schien er sich, trotz des täglichen Weidegangs, zu langweilen.

Zu
unserem größten
Erstaunen setzte Kristin bereits nach der 5. Session einen Reiter auf Falladar. In jeder Session ging Kristin jedoch sehr behutsam vor. Sie achtete genau
auf die Kommunikation zwischen ihr und Falli. Bevor Sie ihm etwas neues
beibrachte war sie darauf bedacht, dass er für den nächsten Schritt bereit
war. Als dann der Reiter auf Falli saß machte er lediglich einige leichte
Buckler und akzeptierte dann den Reiter bereitwillig statt wild bockend
durch den Roundpen zu preschen.
Inzwischen geht er mit Kristin ziemlich sicher auf dem Reitplatz und wird darauf vorbereitet, dass Carsten ihn bald auch selbst reiten kann.
Ganz lieben herzlichen Dank
Karen & Carsten
Grasberg, 23.08.2004